SOFT SYSTEMS. DIFFERENT PLACES

Die Galerie Yvonne Hohner Contemporary präsentiert ab dem 26. Juni 2026 Arbeiten von Lars Eckert und José Carlos Izquierdo.

Die Ausstellung eröffnet um 19.30 Uhr mit einer Einführung der Galeristin Yvonne Hohner im Gespräch mit Lars Eckert. Die Vernissage ist öffentlich. Gezeigt werden atmosphärische Malerei und komplexe Tuschezeichnungen: fragile Zustände zwischen Natur, Erinnerung, Technologie und Imagination. Gemeinsam entfalten die Künstler eine Ausstellung über Wahrnehmung im Übergang. Ihre instabilen Bildräume wirken zugleich vertraut und entrückt: Bildwelten voller psychologischer Offenheit zwischen Chaos und Ordnung. Die Ausstellung ist anschließend bis zum 1. August 2026 in der Galerie zu sehen.

„SOFT SYSTEMS. DIFFERENT PLACES markiert für die Galerie eine bewusste Erweiterung. Während zuletzt vorwiegend abstrakte Positionen gezeigt wurden, folgen nun Positionen, die fürs Auge erkennbarer sind und mit ihren Motiven Geschichten erzählen“, so Yvonne Hohner. „Eckert arbeitet emotional und geht ins Poetische über, während Izquierdo Wahrnehmung analytisch destabilisiert. Gerade dieser Kontrast beider Positionen macht die Ausstellung spannend.“ Mit den Augen eines Kindes Yvonne Hohner verbindet mit dieser Ausstellung eine persönliche Erfahrung. Bei einem Besuch der Hamburger Galerie Carolyn Heinz sah sie gemeinsam mit ihrem Sohn Arbeiten beider Künstler. Während sie durch die Räume gingen, erzählte er von seinen eigenen Vorstellungen und Erfindungen: von Maschinen, die die Welt retten könnten, von geheimnisvollen Pflanzen, von imaginären Laboren und technischen Konstruktionen, die Natur und Mensch wieder miteinander verbinden. „Ich hatte das Gefühl, genau diese Gedanken in den Arbeiten von Lars Eckert und José Carlos Izquierdo wiederzufinden“, so Hohner. „Für mich erzählt SOFT SYSTEMS. DIFFERENT PLACES deshalb auch von der Vorstellungskraft und der Fähigkeit, neue Möglichkeiten zu denken. Sie erinnert uns daran, dass Zukunft immer zuerst als Bild entsteht, als Traum und Idee.“



Lars Eckert: Optimist, 2025, Tusche und Farbstift auf Nessel, 120 x 120 cm

Bildrechte: Lars Eckert

Lars Eckert


Lars Eckert lebt und arbeitet in Braunschweig. Er studierte freie Kunst an der HBK Braunschweig und ist seit 2012 Dozent an der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel. Seine großformatige Malerei entwickelt atmosphärisch verdichtete Szenen: Wälder, Gewächshäuser, Aquarien oder nächtliche Landschaften erscheinen wie fragile Bühnen innerer Transformation. Eckerts Figuren wirken oft isoliert, als befänden sie sich in einem Zustand zwischen Beobachtung, Erinnerung und Orientierungslosigkeit. Seine Bilder erzeugen Zustände der Unsicherheit: Vertraute Motive kippen ins Fremde, Erinnerungen lösen sich auf, Bedeutungen bleiben offen.





 

José Carlos Izquierdo: Capsule, 2025, Tusche auf Papier, 21 x 29,5 cm

Bildrechte: José Carlos Izquierdo

José Carlos Izquierdo

José CarlosIzquierdo lebt und arbeitet in Barcelona. Er studierte Freie Kunst an der Universidad Complutense von Madrid, der Hochschule für bildende Künste Hamburg sowie der Universität von Barcelona. Seine filigranen Tuschezeichnungen verfolgen dieselbe Erfahrung von Instabilität auf abstrakterer Ebene. Sie erinnern an Karten unbekannter Territorien oder an Systeme im permanenten Umbau. Organische Formen, technische Fragmente und architektonische Strukturen wachsen ineinander und zerfallen zugleich wieder. Ordnung erscheint nur temporär, als würde sich eine zukünftige Wirklichkeit gerade erst formieren.

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