KARLSRUHE UND SEINE KÜNSTLER

Geht es ihnen auch so, dass sie von manchen Kunstausstellungen hingerissen sind und noch tagelang von den ausgestellten Werken und von den Unterhaltungen mit anderen Kunstinteressierten zehren? Ich liebe diese Momente: Wenn Kunstfreunde aufeinandertreffen und ins Gespräch kommen. Sich austauschen. Ansichten diskutieren. Versuchen, ihre Emotionen über die Bilder in Worte auszudrücken. Kunst kann das: Kommunizieren. Bewegen. Verändern. Tiefgehende Gespräche sind in der Galerie Yvonne Hohner Contemporary eine Selbstverständlichkeit für mein Team und mich. Bei meinen Ausstellungen finden Sie immer einen Austauschpartner oder Ihre Ruhe und Zeit, um die Kunstwerke auf sich wirken zu lassen.

Aktuelle AUSSTELLUNG:


MEMORAQUE

DANIELA VARGAS UND LEHEL LAJOS

13.August – 19. September 2026

Öffnungszeiten:
Di–So 14–20 Uhr

Mit Memoraque setzen Daniela Vargas und Lehel Lajos ihre internationale Zusammenarbeit „Cali to Karlsruhe“ fort. Im Zentrum steht ein Bett – ein vertrauter Ort der Ruhe, der Intimität und des Rückzugs. In der Installation wird es jedoch zum Schauplatz einer kontinuierlichen Bewegung zwischen Anspannung und Lösung, Wachsein und Traum, Festhalten und Loslassen.

Im Hauptraum wringt sich der textile Baldachin des Bettes in einem permanenten Wasserkreislauf kontinuierlich aus. Das Wasser tropft in eine Schale in der Bettmitte, lädt sich neu auf und beginnt seinen Weg von vorn. Aus diesem Kreislauf entstehen leise, rhythmische Klänge: Murmeln, Rauschen und untergetauchte Gedanken, die für einen Moment an die Oberfläche dringen.

Wasser wird in Memoraque zum Botenstoff. Es verbindet das Technische mit dem Organischen, das Körperliche mit dem Flüchtigen und verwandelt das Bett in eine Schwelle. Normalerweise ein Ort des Stillstands, befindet es sich hier in ständiger sanfter Bewegung. Die Installation erinnert daran, dass Traum und Wachzustand keine klar voneinander getrennten Räume sind.

Im kleinen Raum wird die Videoarbeit No Longer Not Yet von 2025 gezeigt. Sie entstand aus der ersten Zusammenarbeit von Daniela Vargas und Lehel Lajos in Cali, Kolumbien. Ausgangspunkt ihres Dialogs war das Motiv der Falle – ein strategisches Konstrukt, dessen Mechanismen für diejenigen, die hineingeraten, zunächst verborgen bleiben.

NO LONGER NOT YET, 2025

Bildrechte: DANIELA VARGAS & LEHEL LAJOS

Die Künstler*innen verbinden dieses Motiv mit der roten Linie als unsichtbarem Auslöser und mit Formen gegenwärtiger Kontrolle. Dabei ziehen sie eine Parallele zu sozialen Medien: Die scheinbare Nähe zu anderen geht mit einer freiwilligen Preisgabe persönlicher Grenzen einher. Intimität, Bewegungsfreiheit und Kontrolle geraten in ein Spannungsverhältnis.

Auch in No Longer Not Yet steht ein Bett im Zentrum. In zwei Hälften geteilt, wird es zu einem Ort von Anziehung und Abstoßung. Die beiden Seiten bewegen sich aufeinander zu und voneinander weg, ohne sich vollständig zu berühren oder zur Ruhe zu kommen. Sie verharren in einem Zwischenraum zwischen dem, was war, und dem, was noch kommen wird.

Daniela Vargas ist eine kolumbianische Künstlerin und studierte am Instituto Departamental de Bellas Artes in Cali sowie an der Universität Barcelona. Ihre frühen Studien in Klavier und Violine prägen den Rhythmus ihrer visuellen Arbeiten. In Installationen, Objekten und Klang untersucht sie Körper, Abwesenheit, Warten, zwischenmenschliche Beziehungen und Erinnerung. Ihre Arbeiten wurden in Kolumbien, den USA und Europa gezeigt.

Lehel Lajos wurde 1985 in Miercurea-Ciuc, Rumänien, geboren. Nach seiner Arbeit als Grafikdesigner und Videokünstler in Cluj-Napoca zog er 2013 nach Karlsruhe und studierte Medienkunst an der HfG. 2024 schloss er sein Studium mit der audiovisuellen Arbeit Who has the Power to Draw the Image ab. Seine Praxis bewegt sich zwischen Installation, Bewegtbild, Klang und der Frage, wie Wahrnehmung und Wirklichkeit technisch erzeugt und verschoben werden.

Memoraque führt den gemeinsamen Dialog weiter: Das Bett wird vom geteilten Objekt zur durchlässigen Schwelle – und das Wasser zum Träger von Erinnerung, Bewegung und Transformation.



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ABSTRAKTE KUNST KAUFEN IN KARLSRUHE

Natürlich können Sie während Ihres Ausstellungsbesuchs bereits Kunst kaufen. Bringen Sie auch gern Ihre Wünsche und Ideen mit, sodass ich Sie bei der Auswahl unterstützen kann. Ihnen ist bereits klar, dass Sie zeitgenössische Kunst kaufen möchten für Ihr Wohnzimmer, wissen jedoch noch nicht, was wirklich gut passt? Ich helfe Ihnen gern dabei, ein passendes Werk für Sie zu finden und berate Sie vor Ort und telefonisch – natürlich kostenfrei. Ich bin gespannt auf Ihren Geschmack, Ihre Ideen, Ihre Ansichten und Ihre Wahl. Bis bald in der Galerie bei der aktuellen Ausstellung,

Ihre Yvonne Hohner